was ist normal?

Liebes Tagebuch,

heute habe ich mir gedacht, ich schreibe einmal meine ganzen philosophischen Gedanken hier rein.

Als erstes habe ich mich gefragt, was wir hier machen. Quasi, was der Sinn des Lebens ist. Natürlich habe ich keine Antwort gefunden, aber neulich habe ich etwas gelesen, wo es einigermaßen gut erklärt wurde. Der Sinn des Lebens ist, zu verstehen. Nichts weiter. Als Gott die Menschen erschuf, bemerkte er erst zu spät, was er getan hatte. Er hatte ihnen zwar einen Körper und eine Seele gegeben, aber mehr nicht wirklich. Erst, wenn die Menschen verstehen, was das Leben wirklich ist und sich dann dagegen wehren, in dem sie sich selbst umbringen, ist Gott zufrieden. Wer unverhofft stirbt, wird einfach wieder geboren und das solange, bis man es verstanden hat. Denn wenn man verstanden hat, bringt man sich um, weil man sich gegen das Leben wehren möchte. Dann wird man nicht mehr wiedergeboren, sondern lebt auf grünen Hügeln im Himmel. Das ist natürlich nur eine Theorie.

Dann fragte ich mich, was eigentlich normal ist. Ich meine, kann ein Mensch sagen, er ist vollkommen normal? Irgendwie ist doch jeder ein bisschen Kaito, Syra oder Innocentia, nicht wahr?
Also, was bedeutet das dann? "Benimm dich gefälligst normal!"
Vielleicht heißt normal, man soll sich so benehmen, wie es die Mitmenschen gerne sehen würden. Das heißt, wenn man im Theater ist, dass man da nicht das macht, was man will, sondern sich den Regeln unterwirft. Aber wenn normal zu sein bedeutet, seine eigene Einstellungen zu verlieren, dann will ich doch lieber unnormal sein. Denn heißt es nicht andersherum wieder "Lebe dein Leben so wie du es willst"? Dann würde das ja wohl alles außer Kraft setzen.

Oh je...

Das reicht wohl erst einmal für den Philosophiepegel heute.
Schönen Tag noch, Eve

9.2.07 15:28

bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


lee iminis (9.2.07 17:23)
das mit dem normal - da gebe ich dir recht, schließlich diskutieren wir auch andauernd darüber. nur die theorie mit dem leben gefällt mir nicht. das klingt für mich fast so, als würde einen der ersteller dessen dazu auffordern, sich umzubringen. na gut, wenn man "frei" sein will, dann kann es stimmen, dass man die freiheit nur im tod erlangen kann, aber ist das wirklich die art, die man sich wünscht? ich persönlich stehe nicht hinter suizid, ich lehne es strikt ab und werde die theorie nicht untestützen^^
gut, mehr habe ich jetzt grade nicht zu meckern^^

lee


Evelyne Müller (9.2.07 17:27)
Lee^^
Ja, eigentlich ist die Theorie ziemlich gewagt, aber ich meine, was ist denn, wenn Gott wirklich will, dass wir uns gegen das Leben auflehnen? Zwar dann nicht mit dem Tod, aber es gibt ja noch dutzende andere Möglichkeiten, finde ich.
Zum Beispiel, das, was wir machen^^

Eve

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